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SENIO Altenpflegeschule bei der Ausbildungsmesse der Volksbank Reinheim: Pflegeberufe sind gefragt - Senio Altenpflegeschule präsentierte ihre Ausbildungen inklusive Sprachförderung

 

 

Auf der Suche nach einem gefragten und gleichzeitig zukunftssicheren Job? Dann lohnt es sich auf der Ausbildungsmesse am Stand der Senio Altenpflegeschule aus Reinheim vorbeizuschauen.

So war es in der Messezeitschrift der Ausbildungsmesse der Volksbank Reinheim zu lesen. Die seit 35 Jahren am Markt erfolgreich etablierte Einrichtung bietet sowohl die einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer sowie die dreijährige Ausbildung zum Altenpfleger an. Ergänzend dazu gibt es für die Schüler auch eine Sprachförderung. Da die Senio Altenpflegeschule eng mit der Agentur für Arbeit zusammenarbeitet, können auch Inhaber von sogenannten Bildungsgutscheinen an der nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifizierten Einrichtung ihre Ausbildung absolvieren.

Unser Stand war sehr gut frequentiert. Die Mitarbeiterin Necla Baader und die Schulleiterin Ulla Beer freuten sich über zahlreiche Besucher und Interessierte, denen sie mit Rat und Tat zur Seite stehen konnten. Es war sehr günstig, dass wir in unserer Nachbarschaft den Stand eines unserer praktischen Kooperationseinrichtungen, Kursana Residenzen GmbH aus Lengfeld hatten und auf diese Weise die Interessenten auch gleich für Informationen über die praktische Ausbildung weiterleiten konnten. Darüber hinaus informierten wir auch über unsere weiteren fast 40 Kooperationseinrichtungen und boten an bei einem persönlichen Gesprächstermin noch näher über die schulische und praktische Ausbildung sowie die Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren.

 

Weitere Informationen zur Senio Altenpflegeschule in der Darmstädter Straße 72-78 in Reinheim, die gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, sind über unsere Website www.senio-verband.de, über Facebook www.facebook.com/senioaltenpflegeschule, telefonisch unter 06162-9166900 sowie per E-Mail an schulleitung@senio-verband.de erhältlich.

Absolventen sehr gefragt: Examensfeier an der Senio Altenpflegeschule

Reinheim. Mit den Worten „Derjenige, der Wohlstand verliert, verliert viel. Derjenige, der einen Freund verliert, verliert mehr. Doch derjenige, der seinen Mut verliert, verliert alles“ des spanischen Schriftstellers Miguel de Cervantes-Saavedra begrüßte Schulleiterin Ulla Beer die diesjährigen Absolventen, ihre Angehörigen und die Kooperationspartner zur Examensfeier in der Senio Altenpflegeschule. Schließlich gehörte immer wieder eine Portion Mut für die insgesamt 17 frischgebackenen AltenpflegerInnen und AltenpflegehelferInnen mit dazu, um Neuanfänge zu wagen, Fehler zu korrigieren und persönliche Tiefschläge zu meistern – und das alles, während ihrer Ausbildungszeit.

Neun AltenpflegerInnen haben den Kurs bei Ulrike Jellen erfolgreich abgeschlossen. Foto: Senio Altenpflegeschule

Nach anstrengenden Lernwochen und Tagen voller Prüfungsstress nahmen die Frauen und Männer stolz und glücklich ihre Abschlusszeugnisse entgegen. Dazu gratulierten neben den Schulleitern Ulla Beer und Dieter Stuckert selbstverständlich auch Ulrike Jellen, die den Fachkräftekurs, und Alexander Göckel, der den Helferkurs geleitet hatte. Darüber hinaus überbrachte Alois Macht stellvertretend für den Senio-Vorstand Grußworte und Glückwünsche. „Wir freuen uns sehr, dass von den diesjährigen Absolventen sechs sich für die anschließende Fachkraftausbildung an unserer Schule entschieden haben und bedanken uns auch herzlich bei den Kooperationspartnern, die diese Entscheidung der Schüler unterstützen“, sagte Ulla Beer, während Dieter Stuckert betonte: „Wie gesucht und wichtig Fachkräfte mit einer fundierten Ausbildung sind, zeigt sich daran, dass alle unsere AltenpflegehelferInnen und AltenpflegerInnen eine Stelle haben. Was sich bereits in den Vorjahren abzeichnete war auch diesmal der Fall: Die Absolventen mussten sich kaum aktiv bewerben, vielmehr wurden sie von Einrichtungen mit Angeboten umworben.“

Acht AltenpflegehelferInnen aus dem Kurs von Alexander Göckel haben erfolgreich ihr Examen bestanden. Foto: Senio Altenpflegeschule

Im Schulterschluss mit den Kooperationspartnern wurde allerdings bedauert, dass sich in diesem Schuljahr zu wenige Bewerber für den Fachkräftekurs fanden. „Wir haben verschiedene Aktionen speziell für diese Ausbildung unternommen. Seit Jahren finden sich auf dem Markt jedoch immer weniger Bewerber für den Altenpflegekurs im Vergleich zum Helferkurs – und das trotz der freien Plätze in Theorie und Praxis“, bedauert Dieter Stuckert. Er ist der Meinung, dass dies u. A. auch an der Unsicherheit der potentiellen Bewerber hinsichtlich der kommenden generalistischen Ausbildung liege, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt  noch viele Fragen zum Ablauf und zum künftigen Qualifikationswert offen lässt. Zu jeder Examensfeier kommen immer wieder zahlreiche ehemalige Schüler und Dozenten in die Senio Altenpflegeschule, um zu berichten, wie es ihnen in der Praxis ergangen ist und sich mit dem Team und den frischgebackenen Fachkräften auszutauschen. Besonders erfreut waren die Schulleiter diesmal, eine Absolventin begrüßen zu können, die vor über 20 Jahren ihren Abschluss an der Senio Altenpflegeschule gemacht, zwischenzeitlich studiert und sich weitergebildet hatte und heute eine namhafte Einrichtung der Diakonie leitet. Sie berichtete den Anwesenden von ihrer heutigen Arbeit und welche Bedürfnisse die Brache aktuell habe.

Eldina Sejdic freute sich von Schulleiterin Ulla Beer ihr Abschlusszeugnis zu erhalten und absolviert nun die verkürzte zweijährige Fachkräfteausbildung bei Dieter Stuckert an der Senio Altenpflegeschule. Foto: Senio Altenpflegeschule

„Solch ein Austausch ist ein gutes Zeichen für unsere nachhaltigen Kontakte. Auf der gewachsenen Vertrauensebene tauschen wir uns so über den aktuellen Bedarf in der Pflege aus“, zieht Ulla Beer Bilanz.

Weitere Informationen zur Senio Altenpflegeschule in der Darmstädter Straße 72-78 in Reinheim sind telefonisch unter 06162-9166900 sowie per E-Mail an schulleitung@senio-verband.de erhältlich.

 

Der Countdown läuft: Es gibt noch freie Ausbildungsplätze an der Senio Altenpflegeschule!

Wer Altenpflegehelfer/In oder Altenpfleger/ In werden möchte, kann sich aktuell für die am 1. September 2017 startenden Kurse bewerben. Das Team der Senio Altenpflegeschule hilft gerne auch bei der Vermittlung von praktischen Ausbildungsplätzen.

Weitere Informationen sind telefonisch unter 06162 - 91 66 90 0 sowie per E-Mail an schulleitung@senio-verband.de erhältlich.

Die Kursleiter stellen sich vor: Neue Kurse der Senio Altenpflegeschule

Reinheim. Am ersten September beginnen wieder die neuen Kurse zum/zur AltenpflegerIn und zum/zur AltenpflegehelferIn an der Senio Altenpflegeschule in Reinheim. Langjährige und erfahrene Dozenten werden sich um die fundierte und zukunftsorientierte Ausbildung des Pflegenachwuchses kümmern.

Den Kurs für die einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer (APH 12) übernimmt Ulrike Jellen, die seit vier Jahren an der Senio Altenpflegeschule unterrichtet. Für die pädagogische Fachkraft steht die soziale und emotionale Persönlichkeitsentwicklung der Kursteilnehmer im Vordergrund, damit diese neben dem Erwerb von Fachwissen, ganzheitlich geschult im Berufsalltag Fuß fassen können.

Alexander Göckel wird der Kursleiter für die dreijährige Ausbildung zum Altenpfleger (AP 36) werden. Der Lehrer für Pflegeberufe, der bereits im achten Jahr an der Reinheimer Bildungseinrichtung tätig ist, freut sich, dass allein sieben Schüler aus dem vorangegangen Altenpflegehelferkurs weitermachen und einige die verkürzte Ausbildung zum Altenpfleger absolvieren wollen. In seinem Kurs will Alexander Göckel die biographischen Aspekte der Bewohner noch mehr im Pflegealltag berücksichtigen. Darüber hinaus wünscht er sich, dass der Erfolg des aktuellen Kurses an den des vorigen anknüpfen kann.

An der nun seit 35 Jahren bestehenden Senio Altenpflegeschule wird beständig an der Verbesserung der Leistung und des Angebotes gearbeitet sowie die authentische Umsetzung des Leitbildes im Alltag gelebt. Daher wird seit diesem Jahr auch begleitend zum Unterricht eine Sprachförderung für die Kursteilnehmer angeboten. Darüber hinaus können seit 2016 auch Interessenten mit einer Förderung durch die Agentur für Arbeit, den sogenannten Bildungsgutscheinen, an der Reinheimer Einrichtung zur AltenpflegerIn und AltenpflegehelferIn ausgebildet werden.

 

Die langjährigen und erfahrenen Lehrkräfte Alexander Göckel und Ulrike Jellen werden
die am ersten September beginnenden neuen Kurse zum Altenpfleger bzw.
Altenpflegehelfer an der Senio Altenpflegeschule übernehmen. Foto: Emmerich

 

„Wer sich für eine Ausbildung in der Altenpflege interessiert, kann sich für den schulischen Part bei uns bewerben. Wir haben noch Plätze frei und helfen auch denjenigen, die noch eine passende Pflegeeinrichtung für den praktischen Teil der Ausbildung suchen“, erklärt Dieter Stuckert, der zusammen mit Ulla Beer die Schulleitung innehat. Die nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifizierte und ideal mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichende Senio Altenpflegeschule befindet sich in der Darmstädter Straße 72-78 in Reinheim. Rückfragen sind telefonisch unter 06162-9166900 sowie per E-Mail an schulleitung@senio-verband.de möglich.

Senio Altenpflegeschule präsentierte sich beim ersten Pflegetag: An Darmstadts Martin-Behaim-Schule informierten sich Schüler über Pflegeberufe

Darmstadt. Im Rahmen des ersten Pflegetages an der Martin-Behaim-Schule präsentierte sich die Senio Altenpflegeschule aus Reinheim am vergangenen Mittwoch mit ihrem umfangreichen Angebot. Organisiert wurde die Veranstaltung durch die Landesinitiative „Pflege in Hessen integriert“, die Geflüchtete und Schüler, die aktuell eine Berufsvorbereitung machen, auf die zukunftssicheren Berufe hinweisen will.

Das Beratungsteam Altenpflege Ausbildung vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben stellte den anwesenden 30 Schülern und Lehrern den Ablauf des Tages vor, erläuterte ihnen die verschiedenen Berufsmöglichkeiten in der Altenpflege und legte dar, dass derzeit 30.000 Stellen in Deutschland sofort besetzt werden könnten, würde entsprechendes Fachpersonal zur Verfügung stehen. Zur Verdeutlichung hatten die Organisatoren Norbert Mauer und Jochen Weimer Filme in deutscher und arabischer Sprache mitgebracht, anhand derer Pflege in Deutschland erklärt wurde. „Dadurch wurde eine lebendige Diskussion angeregt und die Basis dafür geschaffen, dass sich die Schüler dann an den Ständen über die Angebote der sich präsentierenden Einrichtungen informierten“, so Jochen Weimer, der sich über die Resonanz und von dem Ablauf der Premieren-Veranstaltung, die an sieben weiteren Standorten in Hessen bis November 2017 wiederholt werden soll, zufrieden zeigte.

In den verschiedenen Räumlichkeiten der Martin-Behaim-Schule konnten die Interessierten nach der Einführung praktische und theoretische Themen der Pflegeberufe kennenlernen und ausprobieren. Besonders großes Interesse zeigten Schüler und Lehrer am Alterssimulationsanzug GERT der Senio Altenpflegeschule, denn sie wollten gerne einmal am eigenen Leib erfahren, wie sich ein alter Mensch fühlt, der in seinem Seh-, Hör- und/oder Gehvermögen eingeschränkt ist. „Ich empfand es als äußerst beängstigend nichts zu hören und fühlte mich sehr hilflos“, erklärt Fachtheorielehrerin Stefanie Klepka der Altenpflegeschule-Dozentin Cornelia Waldmann, nachdem sie die einzelnen Elemente des Anzuges wieder abgelegt hatte. Die Lehrerin betreut seit einem Jahr zwei Klassen, die versuchen den Hauptschulabschluss zu erlangen und gleichzeitig in den Gesundheitsbereich mittels Praktikum hinein zu schnuppern. Dabei  hatten sie sich im Unterricht ausführlich mit Themen wie Pflege, Hygiene und Schweigepflicht beschäftigt.
 

Anhand des Alterssimulationsanzuges und verschiedener Erläuterungen dazu konnte Altenpflegeschule-Dozentin Cornelia Waldmann (Bildmitte) Schülern und Lehrern verdeutlichen, wie sich ältere Menschen mit verschiedenen körperlichen Beeinträchtigungen fühlen. Foto: Emmerich
Ein Gefühl von Hilflosigkeit machte sich in der Fachtheorielehrerin Stefanie Klepka breit, als sie den Alterssimulationsanzug ausprobierte. Foto: Emmerich

Auf der anderen Seite des Raumes probierten die Schülerinnen Jasmin Schuch und Orphelia Wroblewski aus, wie es ist, nicht mehr selbst Essen zu können. „Es ist ein eigenartiges Gefühl, wenn man gefüttert wird ohne zu wissen, was man eigentlich isst“, erklärt die 16-jährige Orphelia, die den Pflegetag gut fand und sich vor allem für die praktischen Dinge interessierte, die man ausprobieren konnte. Ob der Pflegeberuf allerdings etwas für sie sei, das wolle sie endgültig nach ihrem Praktikum im Altenheim entscheiden, das sie gerade als Alltagsbetreuerin in Eberstadt absolviert.

Wie es sich anfühlt, Nahrung nicht mehr selbst aufnehmen zu können und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, das probierte Schülerin Orphelia Wroblewski aus, die sich von Jasmin Schuch Essen reichen ließ. Foto: Emmerich

Ebenfalls an einem Pflegeberuf ist Humajun Moradi interessiert. Der 18-Jährige möchte lieber alten Menschen helfen anstelle als Automechaniker zu arbeiten. Er weiß, dass dafür neben den Sprachkenntnissen eine fundierte Ausbildung nötig ist und schaute sich daher auch an den Infoständen der verschiedenen Einrichtungen des Landkreises um, die von der Agentur für Arbeit über den Träger von Freiwilligendiensten, Volunta, und das Rote Kreuz bis hin zu Altenpflegeschulen reichte.

„Wir konnten viele gute Gespräche mit Interessierten führen. Besonders positiv kamen bei Schülern und Lehrern sowie bei den Sozialarbeiterinnen, die mit ihren Schützlingen zu uns an den Stand kamen, unser Sprachunterricht sowie die verschiedenen Ausbildungsformen an“, zieht Alexander Göckel, Lehrer für Pflegeberufe an der Senio Altenpflegeschule, Bilanz.

Alexander Göckel, Lehrer für Pflegeberufe an der Senio Altenpflegeschule, führte zahlreiche Gespräche mit interessierten Schülern sowie Sozialarbeiterinnen und deren Schützlingen über eine Ausbildung im Pflegebereich. Foto: Emmerich

Die nächsten Kurse für die einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer sowie für die dreijährige Ausbildung zum Altenpfleger beginnen an der Senio Altenpflegeschule in Reinheim jeweils am 1. September 2017. Anmeldungen dafür sind derzeit noch möglich. Für Rückfragen steht das Team der Senio-Altenpflegeschule in Reinheim, die auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, telefonisch unter 06162-9166900 sowie per E-Mail unter schulleitung@senio-verband.de zur Verfügung.

Rückschau in die Zukunft aus der Gegenwart

 

„Ich heiße Daniela, bin 82 Jahre alt und mache eine dreijährige Ausbildung zur Altenpflegerin“,  sagt Daniela Pereira Oliveira, Schülerin des Kurses K35 der Senio-Altenpflegeschule Reinheim. Das klingt rätselhaft und befremdlich zugleich, doch ergibt Sinn: Schulleiter Dieter Stuckert hatte im Unterricht eine Aufgabe zur Sensibilisierung für die professionelle Biographiearbeit gestellt.

Mit viel Spaß, Kreativität und Engagement konstruierten die Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr des Altenpflegekurses 35 ihr „Mini-Projekt“ im Lernfeld 1.2. Die eigenen Biographien der Auszubildenden wurden großzügig um ca. 60 Jahre aufgestockt und individuell mit Leben gefüllt. Ziele, Freude, Wünsche und Ängste, aber auch mögliche Rückschläge und traurige Momente wurden für die eigenen Lebenswege konstruiert, beginnend mit einem eigenen Kinderbild.

„Die Biographie des Menschen endet nicht bei entstandener Pflegebedürftigkeit oder mit dem Einzug in eine Pflegeinrichtung. Einen klaren Blick auf diese bewusste Grundhaltung zu erhalten bzw. zu erreichen und zu leben ist für Pflegebedürftige sowie für die Pflegenden gleichermaßen eine lohnende Herausforderung“, erklärt der Kursleiter die Wichtigkeit der Biographiearbeit.

Kurs 35, Projekt "Zeitreise"

Bereits während den einzelnen Präsentationen wurden neben dem „Fun-Faktor“ auch der professionelle Ansatz, die Ernsthaftigkeit und die Gewichtung der gesamten Thematik im Pflegeablauf deutlich. „Hier gibt es in der Praxis sehr viel Platz für Nachbesserungen...“ – so lautete der einheitliche Tenor. Im Verlauf aller an der Senio-Altenpflegeschule angebotenen Ausbildungen wird die individuelle Pflegeausrichtung als deutlicher Schwerpunkt der Rahmenlehrpläne in lernfeldübergreifender Form gelehrt, aber auch in der praktischen Umsetzung gefordert. Die Spezialisierungen nehmen mit wachsendem Ausbildungsverlauf zu. Diesen Ansatz vertreten und unterstützen die Praxiskooperationspartner ebenfalls.

 

Dieter Stuckert
SENIO Altenpflegeschule

Start in einen verantwortungsvollen Beruf: Examensfeier an der Senio Altenpflegeschule

Reinheim. Insgesamt 20 frischgebackene AltenpflegerInnen und AltenpflegehelferInnen konnten in der vergangenen Woche ihren erfolgreichen Abschluss an der Senio Altenpflegeschule feiern. Nach anstrengenden Lernwochen und Tagen voller Prüfungsstress nahmen die Frauen und Männer stolz und glücklich ihre Abschlusszeugnisse entgegen.

Schulleiterin Ulla Beer lobte die überdurchschnittlichen Leistungen der Kurse und betonte neben den guten bis sehr guten Leistungen auch die gute Umsetzung in der Praxis. Mit Goethes Gedicht „Jetzt“ packte Ulla Beer zudem alle Zukunftswünsche in literarische Form: „In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch diese Entscheidung und sie sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher je erträumt haben könnte. Was immer du kannst oder Dir vorstellst, dass Du es kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genie, Macht und Magie in sich. Beginne jetzt!“ Mit diesen Worten leitete sie das Wort an Alois Macht, Vorsitzender des Senio-Verbands, weiter. Er erklärte in seiner Ansprache, dass die Schüler nun nach der ein- bzw. dreijährigen Ausbildung gut gerüstet für ihren verantwortungsvollen Berufsweg seien und beste Zukunftsaussichten auf sie warten. Alois Macht betonte außerdem, dass – entgegen anders lautender Mutmaßungen – die Beendigung der Arbeit der Senio-Altenpflegeschule in Reinheim nicht geplant sei, sondern das Ausbildungsangebot noch erweitert werden soll.

Schulleiter und Kursleiter des Altenpflegehelfer-Kurses Dieter Stuckert überreichte als erster seinen Schülern ihre Abschlussurkunden und freute sich sehr, dass einige der AltenpflegehelferInnen trotz erschwerter Anfahrtswege in der Altenpflegeschule weitermachen wollen: Fünf der acht Absolventen mit dem Helfer-Abschluss steigen in die Ausbildung zur AltenpflegerIn ein, zwei davon sogar im verkürzten Studiengang mit direktem Einstieg in das zweite Schuljahr. Andere wollen sich nach einer Arbeitspause für die Weiterqualifikation bewerben.

Alles Gute für den weiteren Lebensweg wünschte Alexander Göckel, Kursleiter des Altenpfleger-Kurses, seinen Schülern und betonte, dass er in seinen 16 Jahren als Lehrer noch nie so eine Gemeinschaft und so viel Vertrauen in einem Kurs erlebt habe. Die Sympathie beruhte offenbar auf Gegenseitigkeit, denn die Schüler bedankten sich ihrerseits bei dem Kursleiter mit einem Präsentkorb voller leckerer Köstlichkeiten.

Mit der Zertifizierung nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) können an der Senio Altenpflegeschule ab sofort auch Interessenten mit einer Förderung durch die Agentur für Arbeit, den sogenannten Bildungsgutscheinen, an der Reinheimer Einrichtung zur AltenpflegerIn und AltenpflegehelferIn ausgebildet werden. Die ersten Bildungsgutscheine wurden bereits für die im September beginnende einjährige, für die dreijährige sowie für die verkürzte Ausbildung eingelöst.

Für das aktuelle Schuljahr sind noch Schul- und Praxisplätze frei. Interessenten können sich gern direkt an die Senio Altenpflegeschule in der Darmstädter Straße 72-78 in Reinheim wenden. Rückfragen sind telefonisch unter 06162-9166900 sowie per E-Mail an schulleitung@senio-verband.de möglich.

Acht AltenpflegehelferInnen haben den Kurs bei Dieter Stuckert erfolgreich abgeschlossen -
herzlichen Glückwunsch! Foto: Emmerich

Zwölf AltenpflegerInnen aus dem Kurs von Alexander Göckel haben erfolgreich ihr Examen
bestanden - herzlichen Glückwunsch! Foto: Emmerich

Die Schülerinnen und Schüler des Kurses 32 überreichten ihrem Kursleiter Alexander Göckel
zum Abschluss ein kulinarisches Dankeschön. Foto: Emmerich

„Ja, wir machen weiter!“ Die Möglichkeit der Fachkraftausbildung als Perspektive nutzen

Examenszeit! Neben der aktuell laufenden Examensphase des Fachkraftkurses 32 bereiten sich auch die Auszubildenden aus dem Kurs der „Staatlich anerkannten Altenpflegehelfer“ (einjährige Ausbildung) auf ihr dreiteiliges Examen vor.

Ein klares Signal wird hinsichtlich des weiteren Berufsweges gesetzt: Yvonne Gaida, eine Teilnehmerin des Kurses, sagt: „Ja, ich mache weiter, weil mir der Beruf noch immer grundsätzlich gut gefällt - ich aber mehr will.“

Sie ist über das Jahr der Helferausbildung eigentlich erst richtig neugierig geworden, hat einen zusätzlichen Motivationsschub bekommen. „Ich würde bei meiner bisherigen Praxisstelle bleiben, auch das Arbeitsamt würde meine weitere Ausbildung in einer um ein Jahr verkürzten Form fördern. Dazu muss ich mein Helferexamen zwar erst einmal erfolgreich bestehen. Ich bin wie alle meine Mitschülerinnen und Mitschüler sehr aufgeregt, aber auch optimistisch…“, erklärt die Kursteilnehmerin abschließend.

Neben Yvonne Gaida haben, unter Berücksichtigung verschiedener Fördermaßnahmen, auch noch weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen ähnliche Pläne. Die anschließende Ausbildung zur Fachkraft nimmt für die Mehrzahl der Auszubildenden eine wichtige Zielsetzung ein.

„Besonders freut uns, dass bei gegebener freier Wahlmöglichkeiten der Schulen und Ausbildungsträger fünf Auszubildende trotz zum Teil erheblichem Anfahrtsweg und organisatorischen Widerständen ihre weitere Berufsausbildung bei uns absolvieren wollen“, erklärt Schulleiter Dieter Stuckert.

In der Examenszeit machen sich die Teilnehmerinnen auch Gedanken um ihre weitere Zukunft. V.l.n.r.: Anna Galster, Yvonne Gaida, Melis Ertugrul, Monique Jacobs, nicht auf dem Bild: Daniela Oliveira Pereira.
Foto: Senio Altenpflegeschule Reinheim

Interkulturellen Projektarbeit

Kulturenübergreifende Pflegekompetenz bewiesen
Examenskurs der Senio-Altenpflegeschule präsentierte interkulturelles Projekt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Teilnehmer des Examenskurses K 32 der Senio-Altenpflegeschule präsentierten am vergangenen Donnerstag ihre selbst erarbeiteten, individuellen Pflege- und Betreuungsplanungen basierend auf fiktiven Biographien Pflegebedürftiger mit verschiedener kultureller Herkunft.
Foto: Senio Altenpflegeschule

Reinheim. Sensibel und politisch hoch aktuell war das Thema der diesjährigen lernfeldübergreifenden Projektarbeit des Examenskurses K 32 der Senio-Altenpflegeschule gewählt: Die Schüler präsentierten am vergangenen Donnerstag ihre selbst erarbeiteten, individuellen Pflege- und Betreuungsplanungen basierend auf fiktiven Biographien Pflegebedürftiger mit verschiedener kultureller Herkunft.

Die Projektarbeit der Examenskurse mit anschließender Präsentation der Ergebnisse ist bereits Tradition an der Senio-Altenpflegeschule und verknüpft die verschiedenen Lernbereiche praxisnah miteinander. Kursleiter Alexander Göckel wollte mit seiner Themenwahl in diesem Jahr neue Schwerpunkte setzen und zeigen, welche Schicksale mit den Senioren in den Pflegeeinrichtungen verbunden sein können, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich, für das Verständnis bei der Betreuung und Versorgung aber wichtig sind.

Da die Wurzeln der Schüler selbst in unterschiedlichen Glaubensrichtungen liegen, konnten die Schüler schon aus ihrer eigenen Biographie einen Zugang finden. Schulleiter Dieter Stuckert sprach dabei von der Herausforderung die „Tradition als Weitergabe des Feuers im Gegensatz zur Verehrung der Asche“ zu verstehen: „Die Schüler setzten bei der Lösung ihrer Aufgaben auf interkulturelle Zusammenarbeit. Sie zeigten, wie wichtig das Wissen um die Herkunft sowie das Verständnis für die Senioren im Hinblick auf eine ganzheitliche Pflege ist.“ Gleichzeitig freute er sich zusammen mit Ulla Beer, ebenfalls Schulleiterin, über den großen Zuspruch aus der Praxis: Neben Ausbildern und Einrichtungsleitern nahmen selbst ehemalige Absolventen der Altenpflegeschule an diesem Tag teil. Zudem betonten die Schulleiter, dass die lernfeldübergreifende Unterweisung zu einer umfassenden Bedarfserfassung führte, bei der die Tagesgestaltung genauso wie die individuelle Pflege und die Essensplanung berücksichtigt wurden.

Die Präsentation begann mit der Begrüßung und der Vorstellung der Gruppen durch Marleen Enders, Tamara Vosidek und Fernando Ferreira Costa. In Kleingruppen hatten die Schüler die Hintergründe der 77-jährigen Russland-Deutschen namens Kira, der 75-jährigen Türkin Ayse sowie des ebenfalls 75-jährigen Bernhard aus dem Odenwald recherchiert, die im Pflegeheim leben. In diese flossen individuelle Pflege-, Ernährungs- und Medikationspläne ein.

   

Eine Gruppe hatte sich mit dem Leben der fiktiven Bewohnerin                            Foto: Emmerich
Ayse beschäftigt. Foto: Senio Altenpflegeschule

Die Auszubildenden präsentierten den geschichtlichen und religiösen Background der jeweiligen Personen, verwoben mit ihren eigenen Lebensdaten. Aus den sehr ergreifenden Biographien wurden anschließend von den Lehrgangsteilnehmern Ereignisse herausgegriffen und in einem Rollenspiel darauf Bezug genommen. Die Verbindung wurde dabei durch einen Brief oder Besuch eines Familienmitgliedes bzw. eines Freundes hergestellt.

Das erste Fallbeispiel wurde von Marleen Enders, Regina Hillenbrand, Natascha Narewsky und Ljubinka Veselova umgesetzt. Hier erhielt die eher zurückhaltende Kira zunächst einen ergreifenden Brief, wonach sie Essen und Pflege verweigerte. Am nächsten Tag kamen dann ihr Sohn und ihre alte Freundin Anna zu Besuch, welche beruhigend mit ihr redete, mit ihr betete und ihr die geliebten „Piroschki“ mitbrachte. Letztere fanden sich auch auf dem von den Schülern passend zum jeweiligen Fall gestalteten Buffet.

   

Auch das Leben des Odenwälders Bernhard wurde von den                                  Foto: Emmerich
Kursteilnehmern unter die Lupe genommen und im Rollenspiel
aufgegriffen. Foto: Senio Altenpflegeschule

Anschließend präsentierten Laura Paganini, Meryem Yorganci, Bianka Metzger und Fernando Ferreira Costa ihr Fallbeispiel um die Türkin Ayse, die Besuch von ihrer Tochter bekam. Auch sie hatten entsprechende landestypische Speisen und Getränke vorbereitet.

Ergänzend dazu wurde auch das Leben des Odenwälders Bernhard von Isabella Wolf, Dejan Schwinn, Tamara Vodisek und Jennifer Zegowitz näher beleuchtet, der aufgrund seiner familiären Vergangenheit zum Atheist geworden war und dem „Fußball“ huldigte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Rollenspiel wurde eine Szene aus dem Leben
von Kira, einer Russlanddeutschen dargestellt.
Foto: Emmerich

Kursteilnehmer Fernando Ferreira Costa fasste zum Abschluss der Veranstaltung treffend zusammen, dass auch die Pflege zunehmend interkultureller werde und sprach den Wunsch aus, dass die Akteure und Zuschauer aus den Präsentationen auch etwas für die Arbeit in ihren Einrichtungen mitnähmen. Er ergänzte: „Bei den Rollenspielen haben wir auch auf kleine Details geachtet, z. B. dass der Koran erhöht, über der Gürtellinie, liegen muss. Es ist wichtig, die Menschen in ihrem Glauben, ihrer Nationalität und individuellen Person zu respektieren und jeden so zu nehmen, wie er ist.“

Kursleiter Alexander Göckel lobte die Präsentationen der angehenden Pflegefachkräfte als geschichtlich, biographisch und emotional treffend aufgearbeitet. Die inhaltlichen Schwerpunkte seien zu 100 Prozent erkannt und umgesetzt worden.

Ausbilder und Einrichtungsleiter zeigten sich gleichermaßen von den Projektarbeiten begeistert und gerührt, so etwa Leo Lauwers, Dozent für psycho-soziale Wissenschaften, der in seinem Kurs die fiktiven Lebensläufe von psycho-sozialer Seite her mit den Schülern aufgearbeitet hatte, und Gabriele Kerl, Dozentin für medizinische Fächer.

Weitere Informationen über eine Ausbildung an der Senio-Altenpflegeschule in Reinheim gibt es jederzeit hier sowie telefonisch unter 06162-9166900.

Keine Berührungsängste – Selbsterfahrung als Lernmedium

Der am 01.09.2015 begonnene Altenpflegehilfekurs „APH 10“ hat im Rahmen des ersten Schulblocks die vielfältigen Themen der Körperpflege im Lehrprogramm.

Hierzu gehören zur Wissensvermittlung neben dem theoretischen Unterricht auch viele praktische Übungen.

Eine besondere Herausforderung ist das besonders in der Ausbildung zu Pflegeberufen schon traditionell praktizierte gegenseitige Üben.

 D.h. eine zwischen aktiver und passiver Position wechselnde Aktion verhilft den Auszubildenden zu einem weit gefassten Erfahrungsspektrum. Dieses kann und soll in der Begegnung mit hilfebedürftigen Menschen die empathische Grundhaltung unterstützen, ergänzen und fördern.

Konzentriert und vorsichtig: Scarlett Jakesch und Tamara Appel

Konzentriert und vorsichtig: Scarlett Jakesch und Tamara Appel

Bei dem Thema „Zahn- und Mundpflege“ soll eine einfache Übung wie das gegenseitige Zähneputzen dafür sensibilisieren, wie ganz und gar nicht selbstverständlich es ist und sich anfühlt, diese alltägliche Aktion von anderen Menschen an sich durchführen zu lassen, bzw. selbst an anderen Menschen zu praktizieren. Der neue Kurs zeigte durchweg keine Berührungsängste und stellte sich mit viel Neugierde und Engagement einer neuen Erfahrung, der Spaß dabei kam ebenfalls nicht zu kurz.

Anne Rust und Derya Ali

Anne Rust und Derya Ali

Anna Galster und Daniela Oliveira Pereira

Anna Galster und Daniela Oliveira Pereira

 

Ein großer Schritt in die Zukunft

 

 

 

 

 

 

 

 

Vier AltenpflegehelferInnen konnten in diesem Jahr ihre Ausbildung an der Senio Altenpflegeschule erfolgreich abschließen. Foto: Emmerich

Reinheim. Aufregende Wochen voller Lernen liegen hinter den 22 Absolventen der Senio-Altenpflegeschule, die am vergangenen Donnerstag ihren erfolgreichen Abschluss zur/zum AltenpflegerhelferInnen und AltenpflegerInnen feierten. Nun beginnt für sie ein neuer, spannender Lebensabschnitt in einem Beruf mit besten Perspektiven.

Zur Examensfeier begrüßte zunächst Alois Macht, Vorsitzender der Senio-Verbandsversammlung, die Prüflinge und ihre Angehörigen, die Lehrkräfte und Vertreter der externen Kooperationspartner, die zur Feier gekommen waren. Gleichzeitig dankte er allen Lehrkräften für ihr Engagement, im Besonderen Dieter Stuckert, der den Kurs der Fachkräfte leitete und dort intensive Projektarbeit umsetzte, sowie Cornelia Waldmann, die ihren ersten Altenpflegehelfer-Kurs zur Prüfung führte.

Während die Lehrkräfte ihren Schülern nun die Abschlusszeugnisse überreichten, erhielten sie von Schulleiterin Ulla Beer eine Sonnenblume sowie vom Senio-Verband einen Büchergutschein. Diesen überreichte Alois Macht den Absolventen mit dem Wunsch im nun kommenden Berufsleben viel Spaß und Erfolg zu haben. Dabei betonte er nochmals den hohen Stellenwert der beiden Ausbildungsgänge und hob hervor, dass es Berufe mit Zukunft seien.

Von den vier Altenpflegehelfern, die nun ihre Ausbildung abgeschlossen haben, bleiben drei der Altenpflegeschule treut: Jacqueline Gorsbeth, Natascha Thiel und Yusuf Kara beginnen im September ihre weitere Ausbildung zum Altenpfleger/zur Altenpflegerin.

Von den 18 Fachkräften hatten ebenfalls einige diesen Weg eingeschlagen: Jessica Prochaska-Tilly, Magdelin Gomez-Abreu und Yannick Blüthner hatten direkt an ihre Helferausbildung die zur Altenpflegefachkraft angeschlossen, während Alisa Biegi nach ihrer Helfer-Ausbildung zunächst ein Jahr Praxiserfahrung sammelte und dann die Fachkraft-Ausbildung an der Reinheimer Altenpflegeschule aufnahm. Unter den frischgebackenen Altenpflegerinnen waren auch einige, die ihre Ausbildungszeit verkürzen konnten: Dazu gehörten Andrea Pinto-Ferreira, da sie bereits Krankenpflegehelferin war, und Caroline Mooren, die Vorkenntnisse aus einem Pflegestudium mitbrachte.

Im Namen der Schulleitung und des Kollegiums dankte anschließend Dieter Stuckert allen TeilnehmerInnen und lobte deren Einsatzfreude gerade im Rahmen der Biographiearbeit, die thematisierte, welche Bedeutung die individuellen Lebensläufe der Senioren für die tägliche Pflegearbeit hat. Zudem lobte er die Unterstützung der Absolventen in ihren Ausbildungsbetrieben gerade in der arbeitsintensiven Prüfungsphase trotz der oftmals angespannten Mitarbeitersituation. Nicht zuletzt dankte er natürlich auch den Senioren selbst, die stets am Wohl ihrer Betreuer bzw. Prüflinge interessiert waren und besonders in der Trainingsphase zum Examen die Auszubildenden tatkräftig und auch beruhigend unterstützt haben.

Im Namen aller Kooperationspartner ergriff auch Ekkehard Steinfeld, Einrichtungsleiter der AWO Seniorenwohnanlage Roßdorf, das Wort, um der Schulleitung und den Lehrern für die gut ausgebildeten Mitarbeiter seine Anerkennung auszusprechen.

Altenpflege ist ein Beruf mit Zukunftspotential, der sowohl anspruchsvoll und vielseitig ist. Dieses Potential möchten ab September 2015 auch insgesamt 34 Auszubildende an der Senio-Altenpflegeschule nutzen, womit die beiden Lehrgänge eine fast eine doppelt so hohe Schülerzahl wie im vergangenen Jahr verzeichnen können: Den Lehrgang zur/zum AltenpflegerIn, dieses Mal unter der Leitung von Cornelia Waldmann, beginnen 19 Auszubildende, den Kurs zur/zum AltenpflegehelferIn mit Kursleiter Dieter Stuckert, nehmen 15 SchülerInnen in Angriff.

Zudem entwickelt sich auch die Senio-Altenpflegeschule in Reinheim weiter: Sie ist Anwärter für die Anerkennung zur Praxisanleiter-Ausbildung in der Altenpflege, die ab 2016 angeboten werden soll. Zudem konnte die Zahl der Kooperationspartner im ambulanten und stationären Bereich erneut erweitert werden.

Die frisch gebackenen AltenpflegerInnen stehen vor einem spannenden Lebensabschnitt in einem Beruf mit besten Perspektiven. Foto: Emmerich

„Erlebnis Alter“ im modernen Unterricht

Alterssimulationsanzug GERT im Einsatz in der Senio Altenpflegeschule

 

Yusuf Kara empfindet die Einschränkungen
eines Menschen mit Grauem Star, Schwer-
hörigkeit, Gelenkversteifung und Gang-
schwierigkeiten nach. Foto: Emmerich

Reinheim. Eine moderne Ausbildung mit enger Verzahnung von Theorie und Praxis erwartet die Schüler der Reinheimer Senio Altenpflegeschule. Um die körperliche Situation älterer Menschen für die angehenden AltenpflegerInnen und AltenpflegerhelferInnen besser nachvollziehbar zu machen, kommt seit kurzem im Unterricht der Alterssimulationsanzug GERT zum Einsatz.

Der GERontologische Testanzug GERT macht typische Einschränkungen älterer Menschen für seinen Träger erlebbar. Er besteht aus mehreren Komponenten, durch deren Zusammenwirken die SchülerInnen die sensomotorischen Einschränkungen im Alter am eigenen Körper spüren können.

Schulleiterin und Dozentin Ulla Beer erklärt Schüler Yusuf Kara die
sensomotorischen Einschränkungen, die er mit dem gerontologischen
Testanzug GERT nachempfinden kann. Foto: Emmerich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Spezialbrille mit verschiedenen Gläsern simuliert die Eintrübung der Augenlinse, wie sie beispielsweise bei Grauem Star auftritt, oder eine Einengung des Gesichtsfeldes. Mit besonderen Überschuhen kann man die meist im Alter einsetzende Gangunsicherheit mit begleitendem Schwindel nachahmen, während eine spezielle Halskrause die Einschränkung der Kopfbeweglichkeit simuliert. Durch den Einsatz besonderer Handschuhe erhalten die SchülerInnen eine Idee davon, wie sich eingeschränktes Greifvermögen im Alter äußert. Mit weiteren Komponenten lassen sich auch ein verändertes Koordinationsvermögen, Hochtonschwerhörigkeit, Gelenkversteifung sowie Kraftverlust nachahmen.

 

Die meist im Alter einsetzende Gangunsicherheit,                              Im Altenpflegekurs von Ulrike Jellen werden
verbunden mit Sehschwäche, Hochtonschwerhörigkeit,                    die unterschiedlichen Komponenten des
Gelenkversteifung sowie Kraftverlust können im                                  GERT ausprobiert. Foto: Emmerich
Unterricht nachgeahmt werden. Hier beispielsweise
Kursleiterin Cornelia Waldmann mit Schüler
Yusuf Kara. Foto: Emmerich

 

„Aus pädagogischer Sicht ist es wichtig, dem Schüler nicht nur eine theoretische Vielfalt an Lernmethoden zu präsentieren“, sagt Schulleiter Dieter Stuckert und ergänzt: „Dieser Anzug schafft einen direkten Weg zu Selbsterfahrungsmomenten, die der empathischen Grundausrichtung professioneller Altenpflege entspricht.“ Neben dem altersbedingten Gang, dem veränderten Greifvermögen und der zunehmenden Bewegungsunsicherheit wird mit dem Alterssimulationsanzug auch die gesteigerte mentale Belastung älterer Menschen nachvollziehbarer. Durch das Tragen des Alterssimulationsanzuges können sich die SchülerInnen viel besser in die Situation all jener versetzen, die sie täglich betreuen und pflegen.

 

Die Schüler testen im Unterricht, was sie beim                                       Die Begleitung eines alten Menschen mit
Tragen des Testanzuges als „alter Mensch“ noch                                  Gangunsicherheit und Schwierigkeiten beim Treppen-
von ihrem Umfeld mitkriegen bzw. wie sie mit                                         steigen wird im Kurs von Cornelia
alten Menschen umgehen sollten. Foto: Emmerich                               Waldmann geübt. Foto: Emmerich

 

Gesponsert wurde der Anzug von der Karl Gemünden GmbH & Co. KG in Ingelheim am Rhein. Geschäftsführer Dipl.-Ing. Markus Allendorf ist sehr interessiert an der Unterstützung und der Ausbildung junger Menschen und stellte der Senio Altenpflegeschule eine Geldspende 5.000 Euro zur Verfügung, mit der u. a. der Anzug finanziert wurde.

Dass die Ausbildung an der Reinheimer Altenpflegeschule eine zukunftsorientierte und moderne ist, ebenso wie das Berufsbild selbst, bestätigen auch die SchülerInnen: Carmen Kostial aus dem Altenpflegekurs 33, Schülerin auf dem zweiten Bildungsweg, sagt: „Der Beruf bietet mir eine gute Zukunftsperspektive, so dass ich mein Leben selbstständig und unabhängig führen kann“, während eine Mitschülerin ergänzt: „Es gibt keine modernere Berufsausbildung wie die am Menschen.“ Yusuf Kara, der den Alterssimulationsanzug GERT getestet und für die Fotos Modell gestanden hat, meint: „Es geht in unserer Ausbildung und im Beruf um den ganzen Menschen: Körper, Geist und ganz viel Herz gehören dazu.“ Zu guter Letzt meint Natascha Thiel: „Alten Menschen helfen, das gibt es gutes Gefühl und viel Respekt in unserer Gesellschaft.“

Weitere Informationen rund um eine Ausbildung an der Senio Altenpflegeschule in der Darmstädter Straße 72-78 in Reinheim gibt es telefonisch unter 06162-9166900 sowie hier.

 

 

„Heile, heile, Gänsje"

Beschäftigungseinheit zum Thema „Fasching“

Im Unterricht des Lernbereichs 2 „Unterstützung alter Menschen bei der Lebensgestaltung“ setzten die Schüler des Altenpflegehilfe-Lehrgangs APH9 der Altenpflegeschule Reinheim eine Beschäftigungseinheit zum Thema „Fasching“ um. Die Inhalte wurden gemeinsam erarbeitet und mit Fachkräften der Altenpflegeschule durchgeführt.

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Die Schüler des Altenpflegehilfe-Lehrgang APH9 erarbeiteten
eine Beschäftigungseinheit zum Thema „Fasching“.
Foto: Senio Altenpflegeschule


Im Rahmen des handwerklichen Unterrichts stellten die Teilnehmer unter Anleitung von Pflegelehrerin Cornelia Waldmann thematisch passende Dekorationsartikel her. Die Anleitungen waren dabei so einfach gehalten, dass die Teilnehmer sie auch später, in den praktischen Ausbildungsphasen oder in der Beschäftigung mit den Senioren, problemlos anleiten und durchführen können.

Im musischen Unterricht bei Schulleiterin Ulla Beer wurden Lieder und Sitztänze erarbeitet. Dabei wurde besonders auf die Bedeutung der Biografie der Senioren bei der Auswahl von Liedern oder Schlagern eingegangen. „Vielen alten Menschen ist beispielsweise das Fastnachtslied „Heile, heile, Gänsje“ bekannt“, erklärt Ulla Beer. Es sei vor 60 Jahren - bei der ersten Mainzer Fastnachtssitzung nach dem Krieg - von dem bekannten Mainzer Fastnachter Ernst Neger gesungen und seitdem von Generation zu Generation weitergetragen worden.

Die Kursteilnehmer stellten ein kleines, buntes Programm zusammen, das sie nun in dieser Form zur Fastnachtszeit in der Praxis mit alten Menschen jederzeit umsetzen können.

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Die Anleitungen der Dekorationsartikel sind einfach                                 Im handwerklichen Unterricht wurden thematisch passende
gehalten, um sie in den praktischen Ausbildungsphasen                       Dekorationsartikel hergestellt. Foto: Senio Altenpflegeschule
problemlos anleiten zu können.
Foto: Senio Altenpflegeschule

 

Generell können Themen für diese Art von Alltagsgestaltung nach Dr. Franziska Stengel aus allen Lebensbereichen aufgegriffen werden - wie z. B. Haushalt, Jahreszeiten oder Festtage im Jahresverlauf. Dabei sollte bei der Umsetzung darauf geachtet werden, dass die Einheit maximal 20 bis 30 Minuten dauert, um sie gut in den Pflegealltag einbauen zu können. Sie müsse gut vorbereitet sein und sollte alle Sinne ansprechen. „Die Erinnerungen an solch eine Aktion halten oft Tage an und die Mitarbeiter können einzelne Punkte, wie Lieder oder Gedichte, in ihrer Arbeit mit den Senioren immer wieder aufgreifen“, so Ulla Beer abschließend.

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Die Erinnerungen an einzelne Elemente der Alltagsgestaltungs-                         Die Schüler des Altenpflegehilfe-Lehrgang APH9 erarbeiteten eine
maßnahmen halten oft Tage an und können in der Arbeit mit den                        Beschäftigungseinheit zum Thema „Fasching“. Foto: Senio Altenpflegeschule
Senioren immer wieder aufgegriffen werden.
Foto: Senio Altenpflegeschule

 

 

    Aufruf:

Welche Erfahrungen haben Sie als Auszubildende/r oder Pflegekraft bisher mit Alltagsgestaltungseinheiten gesammelt?
Die Altenpflegeschule Reinheim würde sich über einen Austausch freuen!

E-Mails bitte an: schulleitung@senio-verband.de