Das Team der Senio-Altenpflegeschule in Reinheim freut sich auf die neuen SchülerInnen. Von links nach rechts sind zu sehen: Alexander Göckel (Lehrer für Pflegeberufe und Hygienefachmann), Cornelia Waldmann (Kursleitung AltenpflegehelferInnen), Dieter Stuckert und Ulla Beer (Schulleitung), Ulrike Jellen (Kursleitung AltenpflegerInnen) und Simone Bender (Schul- und Leitungsassistentin). Foto: Emmerich

Reinheim. Die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz ist nicht immer leicht, schließlich soll die Arbeit Spaß machen, erfüllend und zukunftssicher sein. Mit einer dualen Ausbildung zum/zur examinierten AltenpflegerIn oder AltenpflegehelferIn an der Senio-Altenpflegeschule in Reinheim kann man dies alles verbinden.

Die Altenpflegeschule wurde am 1. Februar 1982 in Groß-Umstadt eröffnet und blickt auf  über 30 Jahre Ausbildungserfahrung zurück. Seit dem Schuljahr 2004/05 werden auch AltenpflegehelferInnen im Rahmen eines einjährigen Kurses ausgebildet. Bis August 2014 erzielten insgesamt 453 SchülerInnen einen erfolgreichen Abschluss als examinierte/r AltenpflegerIn sowie 80 als AltenpflegehelferIn.

Die Besonderheiten

Seit eineinhalb Jahren befindet sich die Schule nun in Reinheim in neuen, größeren Räumen. „Bei der Ausbildung ist uns die Projektarbeit wichtig, aber auch Themen wie Entspannungstraining, Stressbewältigung und Gesundheitserhaltung für die angehenden AltenpflegerInnen und AltenpflegerhelferInnen sowie multikulturelle Aspekte werden vermittelt“, erklärt Schulleiterin Ulla Beer, während Schulleiter Dieter Stuckert ergänzt: „Wir bilden nicht nur für den Schulabschluss aus, sondern für die menschliche Begegnung im Berufsalltag. Diese muss professionell stattfinden, um fair für alle Beteiligten zu sein.“ Ab dem ersten Tag wird vermittelt, dass der Abschluss ein Schritt auf diesem Weg ist. Die Senio-Altenpflegeschule stellt zwar hohe Leistungsanforderungen, dafür finden die Absolventen später schnell eine Anstellung in leitenden Funktionen.

Enger Kontakt

Während der Schulzeit erfahren die KursteilnehmerInnen in ihrem Werdegang eine individuelle Unterstützung ihrer Entwicklung. Es bildet sich oft ein besonderes Vertrauensverhältnis, so dass viele SchülerInnen in engem Kontakt mit der Schule bleiben oder nach Jahren in der Praxis dorthin zurückkehren. Neben Schulleiter Dieter Stuckert sind aktuell Ulrike Jellen und Cornelia Waldmann Beispiele für Ehemalige, die nun als Lehrkräfte in der Reinheimer Schule tätig sind. Cornelia Waldmann, die die Kursleitung für die Altenpflegehelfer/Innen übernehmen wird, sammelte Erfahrungen als Pflegedienstleiterin und in der MDK-Arbeit, bevor sie die Weiterbildung zur Lehrkraft absolvierte. Ulrike Jellen, die die Kursleitung für die Altenpfleger/Innen inne hat, war als Praxisanleiterin, Wohnbereichsleiterin sowie stellvertretende Pflegedienstleiterin tätig. Das Team der Altenpflegeschule wird neben der unterrichtenden Schulleitung und den Kursleiterinnen komplettiert von Kursleiter Alexander Göckel, Lehrer für Pflegeberufe und Hygienefachmann, sowie Simone Bender, Schul- und Leitungsassistentin. Innerhalb des Lernfeldkonzepts werden Bezugswissenschaften auch von externen Experten unterrichtet, die durch langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Dozententeams geworden sind.  Gemeinsam mit den Hauptamtlichen haben sie das Ausbildungspaket erarbeitet, dessen Methoden und Lerninhalte stets aktualisiert und evaluiert werden.

Schulischer Alltag

In der Einführungsphase erhalten die SchülerInnen einen vier- bzw. achtwöchigen Theorieteil, der unter dem Titel „Frau Kipp zieht ins Pflegeheim“ grundlegende Themen wie Arbeitsalltag, Organisation und Rechtsfragen behandelt. Im weiteren Verlauf wechseln sich Schul- und Praxisblocks ab, es gibt Studienfahrten für Sinn-Erlebnisse sowie Praxisphasen, um Einblicke in Psychiatrie, Krankenhaus und ambulante Dienste zu erhalten.

Die Senio-Altenpflegeschule setzt für den praktischen Teil der Ausbildung auf langjährige Kooperationen, wobei diese von einem spürbaren Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis berichten. Mit der Senio hat man zudem einen guten Träger gefunden, der die Zeichen der Zeit deutet und Innovationen auf dem Bildungssektor offen gegenübersteht.